Konnektoren Telematik Infrastruktur

130.000 neue TI-Konnektoren für Arztpraxen in Deutschland: Wir helfen Ihnen bei der Installation

Eigentlich sollte es das gar nicht mehr geben: Neue Konnektoren für den Zugang zur Telematikinfrastruktur (TI) und die dazu gehörigen Stammzertifikate. Aber: Für jede Arztpraxis sind sie – noch immer – für den täglichen Arbeitsablauf zwingend notwendig.

Telematik vernetzt digitale Anwendungen im Gesundheitssystem

Zur Erklärung: Der Begriff „Telematik“ setzt sich aus den Wörtern „Telekommunikation“ und „Informatik“ zusammen. Damit wird die Vernetzung verschiedener IT-Systeme bezeichnet. Informationen aus unterschiedlichen Quellen können so miteinander verknüpft werden. Die Telematikinfrastruktur wird zur Zeit für digitale Anwendungen im Gesundheitswesen verwendet. Sie verbindet alle Akteure miteinander und ermöglicht so einen schnellen und geschützten Austausch medizinischer Informationen.

So werden durch die TI beispielsweise Leistungserbringer eng miteinander vernetzt, damit die richtigen Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung stehen. Hierbei ist jederzeit nachvollziehbar, woher welche Informationen stammen und wer auf diese zugreifen darf. Die TI dient unter anderem der indikationsgerechten Behandlung von PatientInnen und stellt somit das Kernelement der Digitalisierung im Gesundheitswesen dar. (1)

Gematik kündigt notwendigen Wechsel der Konnektoren an

Zuständig für die TI-Plattform ist die Gematik GmbH, die jetzt darüber informierte, dass die Ärzte in Deutschland sich darauf einstellen müssen, die sogenannten Konnektoren – für den Zugang zur Telematikinfrastruktur – auszutauschen, da es offenbar noch immer keine Lösung gibt, um ohne diesen Geräteaustausch die nach fünf Jahren ablaufenden Stammzertifikate der Konnektoren zu ersetzen.

Schon in diesem Jahr 15.150 Konnektoren-Wechsel nötig

Laut Gematik müssen 130.000 Konnektoren ausgewechselt werden, so das Deutsche Ärzteblatt. 2022 sind es 15.150, im Jahr 2023 58.083 und 2024 54.914 Zertifikate.

Die Arztpraxen, die in den Jahren 2017 und 2018 Konnektoren gekauft haben, sind von dem Austausch in diesem und im nächsten Jahr betroffen. Bei später produzierten Konnektoren laufe diese entsprechend später ab, hieß es.

Bundesregierung wollte Konnektoren-Austausch verhindern

Das Problem, dass die Stammzertifikate nach fünf Jahren ablaufen, ist nicht neu. Bisher war es aber das Ziel der Bundesregierung, den Austausch der Konnektoren zu verhindern. Das verdeutlicht bereits eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag von Ende 2020.

Die Regierung versicherte darin, dass die Gematik derzeit an „verschiedenen technischen Lösungen“ arbeite, mit denen ein „Konnektoraustausch mit Ablauf der Zertifikate vermieden werden kann“, hieß es.

Eine Lösungsfindung könne aber nur zusammen mit den Herstellern der Konnektoren gelingen, teilte die Gematik dem Deutschen Ärzteblatt damals auf Nachfrage mit. „Die Gematik erarbeitet daher gemeinsam mit den Herstellern Lösungen, um einen reibungslosen Betrieb von Praxen und Krankenhäuser auch über das Laufzeitende der Zertifikate hinaus sicherzustellen“, so der Gematik-Sprecher im November 2020.

Weiter geplant: Ab 2025 funktionieren TI-Dienste via Internet

Eine Lösung scheint es nun doch nicht gegeben zu haben. Denn jetzt bestätigte die Gematik, dass die Konnektoren doch noch einmal ausgetauscht werden müssen. „Um schnell und problemlos in die TI- 2.0-Welt zu gelangen, sollte auf sichere, beherrschbare und bereits etablierte Technologie gesetzt werden“, so die Gematik. Dazu gehören „nach jetzigem Entwicklungsstand auch die Konnektoren“.

Der ursprüngliche Plan sieht aber weiterhin vor, dass die Konnektoren als Hardware für den Zugriff auf die TI 2.0 nicht mehr erforderlich sein werden: Bis Ende 2025 ist geplant, die TI-Dienste direkt über das Internet zu erreichen. Diese und weitere Änderungen seien Teil der Modernisierung der TI, beschlossen am 29. September des vergangenen Jahres von der Gesellschafterversammlung der Gematik. (2)

Hausärzteverbund unzufrieden

Auf die Ankündigung der Gematik, dass nun doch 130.000 Konnektoren in den Praxen ausgetauscht werden müssen, reagiert der Deutsche Hausärzteverband mit Unverständnis.

„Die Never-Ending-Story Telematikinfrastruktur ist um eine weitere Gruselgeschichte reicher. Spätestens jetzt hat die Gematik jegliches Vertrauen der Hausärztinnen und Hausärzte verloren“, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt.

Konnektorenwechsel bedeutet „erheblichen Aufwand für die Praxen“ – Installationen verliefen katastrophal

„Der Hardwaretausch bedeutet erneut einen erheblichen Mehraufwand in den Praxen“, so Weigeldt weiter. „Die Installation der ersten Konnektoren verlief vielerorts katastrophal. Dass den Kolleginnen und Kollegen dies nun erneut zugemutet wird, ist kaum zu fassen – gerade in einer Zeit, in der die Hausärztinnen und Hausärzte ohnehin auf dem Zahnfleisch gehen.“ Die Praxen seien „nicht mehr bereit, ständig die Leidtragenden des Digitalisierungsversagens im deutschen Gesundheitswesen zu sein“.

Kosten in dreistelliger Millionenhöhe „skandalös“

Laut Hausärzteverband sei damit zu rechnen, dass der Konnektorentausch mit hohen Kosten in dreistelliger Millionenhöhe verbunden ist. „Dass in Zeiten knapper Kassen jetzt noch einmal viel Geld in die Hand genommen werden muss, um diese Infrastruktur am Leben zu halten, ist skandalös”, so Weigeldt. (3)

Wir helfen Ihnen bei der Installation – für einen reibungslosen Arbeitsablauf in Ihrer Praxis

Keine Frage, auch viele unserer KundInnen, die eine Arztpraxis besitzen, sind verärgert über die Ankündigung der Gematik, neue Konnektoren installieren zu müssen. Damit dies reibungslos funktioniert und nicht noch mehr Ärger im Ablauf des Arbeitsalltags vorprogrammiert ist, helfen wir Ihnen gerne bei der fachgerechten Installation dieser Austauschgeräte.

Das Beste daran: Einmal installiert, müssen Sie sich um gar nichts mehr kümmern! Für einen reibungslosen Ablauf Ihrer Telematikinfrastruktur (TI) sind wir zuständig. Und das jeden Tag, 24 Stunden lang. Probieren Sie es aus! Wir betreuen Ihre TI während Sie sich um Ihre PatientInnen kümmern.

Rufen Sie uns an. Wir stehen für eine erste kostenfreie Beratung zur Verfügung.

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